Vatikanbrot aus Italien: Glück aus der Rührschüssel

 

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„Vergiss nicht, dass Du Dir etwas wünschen musst!“: Mit diesen Worten drückte mir meine Freundin Anke vergangene Woche eine Dose und einen Zettel in die Hand und verschwindet gleich darauf wieder. Wünschen ist immer gut, denke ich mir. Anke weiß genau, wie sehr ich gute Gedanken im Moment vertragen kann, habe ich mich zusammen mit den Kindern doch letzte Woche durch einen fiesen Infekt geschleppt – und das im Frühjahr zur schönsten Jahreszeit.


Neugierig öffnete ich die Dose und finde darin einen blubbernden Teig. Auf dem Zettel lese ich: Rezept für ein Franziskus-Brot aus Rom. Der ursprüngliche Teig des süßen Brotes stammt aus dem Vatikan. Yeah, denke ich mir. Von dort habe ich noch gar kein Rezept für meine Kuchenweltreise. Der Kuchen MUSS etwas werden. Weiter geht es auf dem Zettel mit den Worten „Er bringt der Familie Glück und erfüllt Wünsche. Er soll aber nur einmal im Leben gebacken werden.

Dann kommt das Rezept. Bei dem Brot handelt es sich um ein Rezept, das über 5 Tage hinweg wachsen muss. Also habe ich mein Franziskusbrot gehegt und gepflegt, es weiter blubbern lassen und dann zum Schluss gebacken.

Am Ende kommt ein süßes Brot dabei heraus, das wirklich himmlisch schmeckt.

Und so geht es!

Am ersten Tag, sagen wir, es wäre ein Montag, beginnst Du mit deinem Teig. Dabei musst Du darauf achten, dass der Teig niemals in den Kühlschrank gestellt wird, sondern bei Zimmertemperatur geht. Metall mag der Teig übrigens auch nicht.

  • Montag: Gib 250 g Zucker dazu –NICHT umrühren.
  • Dienstag: Gib 230 ml kalte Milch dazu – NICHT umrühren.
  • Mittwoch: Gib 230 g Mehl dazu – NICHT umrühren
  • Donnerstag: Heute darfst Du ihn umrühren. Verwende einen Kunststoff-Löffel.
  • Freitag: Gib 250g Zucker, 250g Mehl und 250 ml Milch dazu. Rühe den Teig um und teile ihn in 4 Portionen, von denen Du 3 verschenkst.
  • Samstag: Gib 250g Mehl, 1 Pk. Backpulver, 3 Eier, 2-3 EL Vanillezucker, 200ml Öl, 1 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln, ½ TL Zimt und Schokoflocken zu deinem Teig.
  • Backe den Teig in einer Kastenform bei 180 Grad rund 30 – 45 Minuten.

Wer sich jetzt sagt: Super Brot, ich habe leider nur niemanden, der mir den Teig schenken wird. Ich habe im Netz mal ein wenig recherchiert. Das war gar nicht so einfach. Jetzt bin ich aber auf einen Grundteig gestoßen, mit dem Ihr den Teig ansetzen und dann bei Euren Freunden in Umlauf bringen könnt. Und der geht so:

100 g gesiebtes Mehl in eine Schüssel mit Deckel geben. 1 EL Zucker, 1 /2 Päckchen  Trockenhefe und 200 ml Wasser zugeben und alles mit einem Holzlöffel verrühren. Den Teig zwei Tage, mit verschlossenen Deckel, an einem warmen Ort stehen lassen. Den Teig ab und zu umrühren. Danach hab Ihr den Grundteig hergestellt und macht weiter wie oben beschrieben.

In diesem Sinn: Euch allen eine schöne Woche.

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