Dieser Zitronenkuchen mit Olivenöl und Rosmarin schmeckt nach Sommer

Werbung / Olivenöl im Kuchen? Ja, da höre ich durch die Leitungen ein erstauntes „Echt jetzt?“. Und um ehrlich zu sein: Das habe ich auch gedacht, als ich diesen Zeitungsartikel von einer Freundin zugesteckt kam, die jüngst ihren Urlaub in Griechenland verbracht hatte. Aber sie wusste um meine Liebe zu ausländischen Kuchen und dass ich mich quasi durch die Welt backe, wann immer es geht.  Also dachte ich mir: Das sollte ich doch wohl wagen. Und weil ich schon immer die Zutaten Rosmarin und Zitrone miteinander in einem Kuchen kombinieren wollte, war das die perfekte Gelegenheit.

Mediterraner Zitronenkuchen mit Rosmarin
Olivenöl macht diese Mischung perfekt!
Vielleicht ein paar Worte zum Olivenöl: Meine Mutter hat seit meiner Kindheit viel Wert auf hochwertige Öle gelegt, darunter war auch kaltgepresstes Olivenöl. Seit vielen Jahrhunderten wachsen die immergrünen Olivenbäume in einer mediterranen Landschaft, wo Bauern den öligen Saft aus den Früchten des Baumes gewinnen. Unzählige Arten gibt es heute davon. Und wir Menschen in Mitteleuropa lieben das Aroma, weil es uns an irgendwie an das südländische Klima erinnert. Längst gehört es neben Salz und Pfeffer zum klassischen Bestand jeder Küche.

Olivenöl – nicht nur lecker, sondern auch gut für die Gesundheit

Ein Liter Olivenöl werden in Deutschland pro Kopf verbraucht – extra natives Olivenöl ist übrigens das Öl mit der höchsten Güteklasse. Im Prinzip besagt es nichts anderes, als dass das Öl mechanisch aus den Oliven (kalt)gepresst wird. Dabei hat es immer auch ein geschmacklich starkes Aroma, ein bisschen bitter, ein bisschen scharf oder auch etwas erdig. Damit der Geschmack bleibt, sollte Olivenöl übrigens immer dunkel und kühl aufbewahrt werden. Im Kühlschrank bilden sich beim Lagern kleine Flöckchen. Aber die sind nicht weiter schädlich. Wenn ich Olivenöl allerdings gebrauche, lasse ich es ein bisschen aufwärmen. Doch Olivenöl ist nicht nur lecker, sondern wirkt sich positiv auf Herz und Bluthochdruck aus, senkt den Cholesterinspiegel und soll das Risiko für Diabetes und Thrombose reduzieren.

Welches Öl ist nun für mich richtig?

Da stehen wir also im Supermarkt vor einer unendlich langen Reihe verschiedener Olivenöl-Produkte. Da ist guter Rat teuer, wonach wir jetzt schauen sollen. Die Webseite www.olivenoel-tests.de kann da weiterhelfen. Denn sie gibt einen Überblick über die aktuellen Testsieger großer Stiftungen. Daneben, und das finde ich besonders interessant, hält die Webseite einiges an Informationen zum Thema Beauty bereit: Da geht es zum Beispiel darum, wie sich Olivenöl für die Haar- oder Hautpflege einsetzen lässt. Gerade in solchen kalten Wintermonaten finde ich es gut zu wissen, dass es eine natürliche Alternative gibt, unsere Haut mit Vitaminen zu versorgen, damit sie nicht rissig werden. Ach ja, und für die unter uns, die auf die schlanke Linie achten, gibt es einige Infos zum Thema „Olivenöl und Kalorien“.

Der Bestseller unter den Olivenölen – perfekt für den Zitronenkuchen

 

Jetzt aber zurück zu meinem Kuchen, den ich natürlich auch mit nativem Olivenöl extra gebacken habe. Dazu habe ich das Olivenöl OMed Picual aus Spanien verwendet, das wirklich traumhaft schmeckt. Stiftung Warentest hat es 2016 als Testsieger gekürt. Es soll nach frischen Kräutern, Mandeln, Tomaten und einem Hauch Banane (das habe ich nicht bemerkt) schmecken.

Der Kuchen hat mich wirklich umgehauen. Ich konnte schon beim Anblick kaum Warten, bis ich reinbeißen konnte, so gespannt war ich. Nach dem ersten Bissen war ich im siebten Himmel. Ehrlich Leute: Ich glaube, das ist der beste Gugelhupf, den ich jemals gebacken haben. Interessanterweise hebt sich das intensive Aroma des Olivenöls wohl durch die Zitrone auf. Und wenn man es nicht erwartet, merkt man einen Hauch von Rosmarin. Weltklasse! Einfach ist das Rezept natürlich wie immer. Etwas Anderes kommt mir an Werktagen nicht auf den Tisch.

Rosmarin und Zitrone machen diese Mischung perfekt!
Mediterraner Zitronenkuchen mit Rosmarin

Mediterraner Zitronenkuchen

Zubehör

– Eine Gugelhupf-Form
– Mixer
– Schüsseln
– Sieb
– Backofen
– Löffel

Zutaten

– Etwas Öl (und ggf. Mehl) zum Ausfetten der Backform
– 3 Becher Weizenmehl
– 2 Teelöffel Backpulver
– ½ Teelöffel Salz
– ½ Teelöffel Natron
– 1,5 Becher Zucker
– ½ Becher Olivenöl nativ extra
– ½ Becher Milch
– 2 Teelöffel frisch geriebene Zitronenrinde
– ¼ Becher frisch gepresster Zitronensaft
– Mark einer halben Vanilleschote (oder Vanillezucker)
– 4 Eier
– 2 Teelöffel gehackter Rosmarin
– Puderzucker

Zubereitung

– Heize den Backofen auf 150 Grad Umluft vor
– Fette die Backform mit Olivenöl aus und bestäube das Ganze mit ein wenig Mehl.
– Siebe 3 Becher Mehl in eine große Schüssel und vermenge es mit Salz, Natron, Backpulver und dem gehackten Rosmarin (Tipp: ich schneide das Rosmarin einfach mit der Schere in kleine Stückchen)
– In eine zweite Schüssel gibst Du den Zucker, Olivenöl, die Eier, Milch, Zitronenrinde, Zitronensaft und Vanille und mixt es solange, bis eine einheitliche Masse entsteht. (Sie wird nicht cremig und das ist in Ordnung so.)
– Gib dann die trockenen Zutaten zu der Masse und mixe alles zu einem cremigen Teig.
– Verteile den Teig in der Backform und schiebe sie für 45 Minuten in den Ofen. Sollte die Oberseite zu braun werden, decke den Kuchen zwischendurch mit einem Backpapier ab. Achtung: Mache zwischendurch die Stäbchenprobe, um zu sehen, ob der Kuchen vielleicht schon gar ist. Wenn kein Teig am Stäbchen hängenbleibt, kannst Du ihn rausnehmen, denn wir wollen nicht, dass er zu trocken wird.
– Vorsichtig auf den Kopf drehen und 15 bis 20 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen.
– So viel Puderzucker wie Du gerne magst mit etwas Zitronensaft verrühren, bis sich eine zähe Masse ergibt.
– Mit einem Löffel über dem Kuchen ziehen und nach Lust und Laune mit Zitronenrinde oder Rosmarin dekorieren.

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